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QUEENSLANDS SUNSHINE COAST

Geheimtipp für Australien-Reisende

Foto: Entspannen im Strand-Café in Noosa, Queensland, Australien

Zwei Laute prägen Noosa Heads: Das sanfte Schwappen der Wellen an den Strand und das ständige Geräusch, das entsteht, wenn entspannte Touristen glücklich in den zahlreichen Restaurants immer wieder neue kulinarische Köstlichkeiten verzehren. Nirgendwo in Australien gibt es eine größere Dichte so vieler hervorragender Restaurants ausserhalb der südlichen Metropolen wie in dem Ort an der Sunshine Coast. Was in den 70er Jahren als Ansammlung surfender Hippies begann, ist längst zu einer der touristischen Hauptattraktionen Australiens geworden, wenn auch unter internationalen Gästen noch lange nicht so bekannt wie der Ayers Rock oder das Great Barrier Reef.

Noosa Heads und die Sunshine Coast sind aber in jedem Fall und fast zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Man braucht nur einmal im "Riva Waterfront Restaurant" zu sitzen, um zu erfahren, warum das so ist. Wer sich auf den knallblauen Stühlen fast über dem Wasser auf der Terasse sitzend nicht entspannen kann, dem ist nicht zu helfen. Ab und zu zieht ein Boot vorbei auf dem Noosa River, manchmal landet ein plumper Pelikan überraschend elegant auf dem Wasser. Dann legt witzigerweise eine "original" venzianische Gondel am Bootssteg an, die man in Noosa mieten kann, wenn man den Fluss auf besonders romantische Weise erfahren will. Sogar wer Kinder mitbringt, kann dass Essen in Ruhe geniessen. Auf Anfrage werden die lieben Kleinen mit einem Stückchen Brot ausgestattet und können sich beim Fische füttern erfreuen. Hervorragendes Essen und eine gute Weinkarte runden die fast therapeutische Erfahrung ab. Wer möglicherweise Schwierigkeiten mit der Speisekarte hat, ist beim Chef bestens aufgehoben, Besitzer Nicolas Roemer stammt aus Österreich und spricht sechs Sprachen. Vom Riva ist es nur etwa eine Viertelstunde zu Fuß bis zu DER Straße in Noosa, der Hastings Street. Dort finden sich auf nur ein paar Hundert Metern 30 Restaurants, Bars, Nightclubs und darüber auch noch jede Menge Geschäfte, in denen man unter anderem die neueste Strandmode erstehen kann. Ein guter Platz zum Start ist das Cafe Aromas ziemlich in der Mitte der Hastings Street. Dort zeigen genau wie in den Kaffeehäusern auf dem Champs-Elysees alle Stühle in Richtung Bürgersteig, schliesslich will man sich einen Eindruck verschaffen, was die Anderen so an neuen Fummeln erstanden haben. Kaffee gibt es in jeder denkbaren Variante, sogar den Babychino für Kinder, der einfach aus aufgeschäumter Milch mit einer Prise Kakao besteht und garantiert koffeinfrei ist. Eine Altenative ist die Bar des Sheraton Hotels, deren Barhocker ebenfalls nach draussen zeigen.

Einfache Surf-Kurse für Beginner

Trotz der enormen Touristenzahlen hat sich Noosa seinen Charme bewahrt, was nicht zuletzt an der weisen Entscheidung der dortigen Gemeinderäte liegt, keine Hochhäuser zu erlauben, kein Gebäude darf höher sein als die Baumwipfel. Jede Menge Pflanzen und viele bunte Ornamente an den Häusern dämpfen darüberhinaus fast jedwede Ausüchse des Massentourismus. Noch immer ist Noosa hauptsächlich ein Ort, der von australischen Besuchern geprägt ist. Am Wochenende wimmelt es von Familien, die aus der eineinhalb Stunden entfernten Millionenstadt Brisbane gekommen sind. Wenn man sich aber einmal auf den Parkplätzen umsieht, wird einem die enorme Zahl an Autos auffallen, die aus dem Bundesstaat Victoria anreisen, vor allem im Herbst und Winter. Zu Tausenden entfliehen vor allem die Bewohner Melbournes dem ungemütlichen Wetter, gönnen sich ein paar Tage im winterlichen Sonnenschein und nehmen dafür sogar die 1600 Kilometer lange Fahrt (pro Weg!) in Kauf. Eilige Besucher können es sich natürlich auch einfacher machen und ins Flugzeug steigen. Schliesslich hat die Sunshine Coast in Maroochydore ihren eigenen Flughafen, der nicht einmal eine halbe Autostunde von Noosa entfernt ist. Seitdem neben Qantas auch Virgin Blue den hübsch renovierten, übersichtlich kleinen Flughafen bedient, sind die Preise durchaus akzeptabel, so kostet der Hin-und-Rück-Flug von Sydney 218 Dollar inklusive aller Steuern. Es empfiehlt sich aber zumindest beim ersten Trip nach Noosa einen Mietwagen zu nehmen, um auch die Umgebung zu erkunden. Denn irgenwie muss man sich ja den Hunger verschaffen, um das Essen in den vielen Restaurants möglichst ohne schlechtes Gewissen geniessen zu können. Eine der besten Möglichkeiten ist ein Surfkurs. Wer noch nie die Wellen geritten hat, hier besteht die Gelegenheit. Am Hauptstrand von Noosa, der parallel zur Hastings Street verläuft, gibt es gleich mehrere Surfschulen. Dort lernen Beginner auf besonders langen und weichen Brettern zunächst in den kleinen Wellen dicht am Strand die Kunst des Gleitens auf der Welle. Selbst Unsportliche schaffen es meist, schon in der ersten Doppelstunde zum Stehen zu kommen. Und nach dem zweistündigen Unterricht stellt sich der Appetit für den nächsten Restaurantbesuch fast automatisch ein. Gebucht werden - auch kurzfristig - kann direkt am Strand, zum Beispiel bei der Schule Wavesense, die besonders nette Lehrer und hervorragende Ausrüstung hat. >


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Last updated 24 March 2015


Spaß im Themenpark "Underwater World" an der Sunshine Coast, Queensland, Australien

SUNSHINE COAST-INFOS
Noosa Heads ist der nördlichste Ort von Australiens Sunshine Coast. Sowohl vom Sunshine Coast Airport als auch von Brisbane gibt es Shuttle-Busse. Erster Anlaufpunkt in Noosa ist das Touristik-Informationszentrum in der Hastings Street, das über eine Unmenge von Broschüren verfügt. Noosa ist "ganzjährig geöffnet" Beste Reisezeit: sind Frühjahr und Herbst, während der australischen Sommerferien von Weihnachten bis Ende Januar ist es deutlich voller und teurer. Unterkünfte: neben Appartments und Hotels gibt es auch diverse Jugendherbergen, Campingplätze und Backpacker. Ausflüge zum Markt nach Eumundi können in Reisebüros oder über die Touristinfo gebucht werden.

Reise-Tipp: Appartments mieten

Eine andere Möglichkeit, die zugeführten Kalorien loswerden, ist ein ausführlicher Spaziergang im Noosa-Nationalpark. Verschiedene Wanderungen führen dicht an den Klippen entlang. Von dort aus kann man die erfahrenen Surfer beobachten, die sich gefährlich weit aufs Meer wagen, um die optimale Welle zu erwischen. Am Eingang zum Nationalpark, der eine Viertelstunde von der Hastings Street entfernt liegt, gibt es ein gut ausgestattetes Informationszentrum, das über die verschiedenen Wandermöglichkeiten informiert. Wer Glück hat, erspäht sogar einen trägen Koala im Baum oder doch zumindest eine der riesigen Eidechsen, die bis weit über einen Meter lang werden können. Selbst für Langschläfer ist es empfehlenswert, am Samstag früh aufzustehen. Samstag ist nämlich Markttag in Eumundi, einem kleinen, normalerweise verschlafenen Örtchen rund 20 Kilometer landeinwärts. Dort sollte man möglichst nicht nach acht Uhr ankommen, danach sind die Parkplätze oft schon überfüllt. Aber an diesem Morgen kann man sich das Frühstück schenken und dort auf dem Markt etwas zu essen kaufen, wenn der Magen nicht vom Dinner am Vortag ohnehin noch gefüllt ist. Ansonsten gibt es eine Unzahl von Ständen mit teilweise sehr ansprechendem Kunsthandwerk, ständig wechselne Musikgruppen treten auf, und wer sich für die nächsten Tage mit frischem Obst und Gemüse eindecken will, ist bestens aufgehoben. Denn nicht alle gehen immer Essen in Noosa. Zu den besten Unterbringungsmöglichkeiten zählen nämlich Ferienappartments, die es in allen Preis- und Komfortklassen gibt. Vor allem ausländische Touristen sind oft verblüfft über die enorme Größe der Wohnungen. Wer zum Beispiel in der Maquarie Lodge unterkommt, findet sich in Appartments wieder, die weit über 100 Quadratmeter groß sind, zwei Schlafzimmer und zwei Bäder haben, eine eigene Waschküche und ein großzügiges Wohnzimmer mit einer gut ausgestatteten Küche. Preise von 840 Dollar pro Woche sind durchaus verkraftbar, vor allem, wenn man sich die Wohungen mit mehreren Erwachsenen teilt. Noch ein Geheimtipp: Das Restaurant des Golfclubs Noosa Springs bietet hervorragendes Essen zu durchaus akzeptablen Preisen, und die Terasse vermittelt fast das Gefühl eines englischen Country-Clubs im kolonialen Indien. Alexander Hofmann