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KOALAS SIND LIEBENSWERTE BEUTELTIERE UND KEINE BÄREN

Australiens Sympathieträger Nummer Eins

Foto G. Weller: Koalas sind gewandte Kletterer, ihr Zuhause sind Eukalyptusbäume, von deren Blättern sie sich hauptsächlich ernähren

Knopfaugen, Plüschohren und eine schwarze Stupsnase - Koalas gehören zu den originellsten Geschöpfen unserer Erde. Die einzigartigen und hochspezialisierten Beuteltiere (nicht Bären!) leben nur in Australien. Sie sitzen dort auf Eukalyptusbäumen und verschlafen die meiste Zeit. Die possierlichen Vierbeiner gelten als Sympathieträger des 5. Kontinents und sind damit unbezahlbare Werbefiguren der Tourismus-Industrie.

Koalas fressen hauptsächlich Eukalyptusblätter. Doch von den rund 600 Eukalyptus-Arten akzeptieren sie nur etwa 50. Die Baumbewohner sind gewandte Kletterer, können bis zu 80 Zentimeter lang und 14 Kilogramm schwer werden und haben eine Lebenserwartung von durchschnittlich 10 bis 12 Jahren. Koala-Mütter tragen ihr Junges, nachdem es den Beutel der Mama verlassen hat, noch ca. sechs Monate auf dem Rücken. Das Wort "Koala" stammt aus der Sprache der Aborigines (Ureinwohner) und bedeutet "Trinkt nicht". Tatsächlich trinken Koalas nur selten, normalerweise reicht ihnen der hohe Wassergehalt der Eukalyptusblätter. Nicht alle Touristen haben Zeit und Gelegenheit, die liebenswerten "Stars" der australischen Tierwelt in freier Natur zu beobachten. Ersatz hierfür bieten die Wildlife Parks, die es in jedem Bundesstaat gibt. Doch Koalas können durch häufigen und zu engen Kontakt zu Touristen Schaden nehmen (das betrifft vor allem das Anfassen der Tiere und das Fotografieren mit Blitzlicht).

Dass Koalas nicht immer als Beuteltiere bezeichnet werden, hat eine lange "Tradition". Die ersten Europäer, die vor mehr als 200 Jahren die Koalas "entdeckten", vermuteten, es seien Bären, Faultiere oder Affen. Und noch heute werden sie oft Bären genannt. Wie viele Koalas zur Zeit in Australien leben, ist unbekannt, nach Schätzungen sollen es weniger als 100.000 sein - Tendenz abnehmend. Gefährdet sind die Beuteltiere besonders durch das Abholzen von Eukalyptusbäumen (und damit der Zerstörung ihres Lebensraumes), durch Buschfeuer, Krankheiten, Hunde-Attacken und den Straßenverkehr. Bevor sie in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts endlich unter Naturschutz gestellt wurden, starben Millionen von ihnen durch planmäßiges Abschießen. Denn Koala-Felle waren damals in Europa und den USA sehr begehrt. Wildlife-Experten, Tierärzte, Naturwissenschaftler und freiwillige Helfer bemühen sich engagiert um die Betreuung und Erforschung der Koalas. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die 1986 gegründete "Australian Koala Foundation" mit ihrem Hauptsitz in Brisbane (Queensland). Die Chefin der unabhängigen Organisation, Deborah Tabart, erklärt: "Seit Beginn der europäischen Besiedelung des Kontinents im Jahre 1788 sind rund 80 Prozent der Eukalyptuswälder vernichtet worden. Wenn wir den jetzigen Koala-Bestand erhalten wollen, müssen wir die verbliebenen Lebensräume schützen!" Wild lebende Koalas gibt es nur in vier Bundesstaaten: Queensland, New South Wales, Victoria, South Australia. Mehr Infos: www.savethekoala.com Gottfried Weller


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Last updated 24 March 2015


Foto Tourism Australia: Süß aber selten - Koala-Mutter mit Zwillingen

Foto Tourism Australia: Koala sind Beuteltiere - keine Bären