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AUSTRALIENS BLUE MOUNTAINS

Touristisches Reise-Abenteuer unweit von Sydney

Foto Tourism NSW: Australiens spektakuläre Blue Mountains

Die Blue Mountains, nur 100 km westlich der Weltmetropole Sydney gelegen, gehören zu den touristischen Highlights des australischen Kontinents, genauso wie das Great Barrier Reef und der Monolith Uluru. Der Blue Mountains Nationalpark gehört zu dem etwa 1 Million Hektar grossem Gebiet namens "The Greater Blue Mountains Area", das von der UNESCO im Jahre 2000 zum Naturerbe der Menschheit erklärt wurde. Nirgendwo sonst auf der Welt befindet sich ein mit diesem wertvollen Attribut ausgezeichneter Nationalpark so nah an einer Millionenstadt.

Für Wissenschaftler und Naturschützer stellen die Blue Mountains ein Gebiet von seltener Artenvielfalt dar, darunter auch viele geschützte oder seltener werdende Arten von Pflanzen und Tieren, allen voran der Koala Bär und der Platypus(Schnabeltier). Auch geologisch sind die Blue Mountains von ausserordentlichem Interesse, sind doch die Schluchten hier vor mehr als 10 Millionen Jahren ausgewaschen worden und waren somit bereits sehr alt, als der Colorado in den USA damit anfing, den Grand Canyon auszuschaben. Für viele Sydneysider und internationale Besucher sind die Blue Mountains ein idealer Ausflug in die Berge, wo den Wanderer oder Ausflügler gemütliche Gasthäuser erwarten und es jede Menge zu sehen gibt. Den Namen haben die Berge durch den blauen Dunst erworben, der durch das Zusammenspiel von Sonnenlicht und dem Öl, das die Eukalyptusbäume durch ihre Blätter absondern, entsteht. Weltweit gibt es etwa 700 Eukalyptusarten, von denen fast alle (98 %) ausschliesslich in Australien vorkommen. In den Blue Mountains allein gibt es 90 verschiedene Eukalyptusarten. Von Sydney schlängelt sich der Motorway 4 direkt in die Blue Mountains. Der Ort Katoomba bildet das Herz der Blue Mountains. Hier befindet sich unweit des kleinen Ortskerns das Wahrzeichen der Gegend: die Fels- bzw. Sandsteinformation der Drei Schwestern. Weitere Ortschaften für einen Café-Stop sowie weitreichende Übernachtungsmöglichkeiten bieten das nahe gelegene Leura oder das etwas weiter entfernte Blackheath. Tina Hartung

KIAMA

Ein interessantes Ausflugsziel

Kiama ist ein idyllisches Badeörtchen etwa 1,5 Stunden südlich von Sydney. Bereits der Anfahrtsweg nach Kiama bietet mehrere interessante Stopps. Nur wenige Kilometer südlich von Sydney beginnt der Royal National Park, einer der ältesten Nationalparks Australiens und seit dem Besuch der Queen 1950 mit dem Zusatz "Royal" versehen. Wer genügend Zeitreserven mitbringt, sollte unbedingt der gewundenen Strasse durch den Park folgen. Sie führt unter Eukalyptusbäumen entlang, überquert idyllische Flüsschen und bietet an anderen Stellen Ausblicke auf den weiten Waldbestand. Weiter südlich am Otford Lookout bieten sich atemberaubende Ausblicke auf das Meer und die Küste. Wer schon mehrere Tage in Australien verbracht hat und noch immer kein Känguruh gesehen hat, der sollte von hier aus einen kleinen Umweg zu den Symbio Wildlife Gardens bei Stanwell Tops unternehmen. Hier können verschiedene Känguruh- und Wallaby-Arten sowie Koalas und andere Australier bewundert und auch schon mal geknuddelt werden. Die Känguruhs laufen frei durch den Park und können von Besuchern gefüttert und gestreichelt werden. Von hier geht es zurück an die Küste, wo verschiedene Strände auf der Weiterfahrt zu einem erfrischenden Bad einladen. Aber mit der fantastischen Küste um Kiama mit ihrer vorgestreckten kleinen Halbinsel und dem piktoresken Leuchtturm lässt sich so schnell nichts vergleichen. Die kleine Halbinsel beheimatet ausserdem Kiamas berühmtes "Blowhole" (Spritzloch), wo bei extremer Wetterlage hohe Wellen durch ein kleines Loch im Fels gepresst werden, wobei die so entstehende Wasserfontäne 20 - 30 Meter hoch spritzt. Bei gemässigterem Wellengang entschädigt ein kleineres, dafür aber beständig spritzendes Blowhole Besucher am anderen Ende des Städtchens. Kiama bietet Besuchern alle Annehmlichkeiten. Im Stadtzentrums des beschaulichen Ortes laden Strassencafes und nette Restaurants zum Verweilen ein. Ein Bummel entlang der vielen kleinen Geschäfte ist eine willkommene Abwechslung zum Toben in den Wellen. Wie vielerorts in Australien ist die Küste recht schroff und Ortsunkundige werden vor Unterströmungen gewarnt. Dafür eignet sich die Küste hervorragend zum Surfen oder Wellenreiten. Zwei rot-gelbe Flaggen kennzeichnen sichere Badestrände oder signalisieren zumindest das - hoffentlich wachsame - Auge eines Rettungsschwimmers. In der näheren Gegend lädt der Minnamurra Rainforest, nur wenige Kilometer entfernt, zu einem einzigartigen Naturerlebnis ein. Besucher können den Regenwald auf verschiedenen Wanderwegen erforschen. Spass für die ganze Familie verspricht der Jamberoo Recreational Park mit einer Riesenrutsche, einem Sessellift und anderen Fun-Attraktionen. Tina Hartung

MINNAMURRA

Begegnungen im Regenwald

Dieses als Park eingerichtete Regenwald-Relikt zeugt von der Zeit, bevor die ersten europäischen Siedler in Australien ankamen und damit begannen, die Regenwälder abzuholzen. Einst bedeckte dieser Regenwald fast den gesamten Illawerra Distrikt und war einer von fünf grossen Regenwäldern in New South Wales (NSW). Das Abholzen begann in dieser Gegend bereits 1805, wobei die Rote Zeder den Hauptholzbestand des Regenwaldes darstellte. Die Rote Zeder wurde von den Holzfällern bezeichnenderweise auch "Rotes Gold" genannt. In den letzten 200 Jahren sind mindestens 75 % des ursprünglichen Regenwaldbestandes abgeholzt worden. Der übrig gebliebene Regenwald ist stark fragmentiert über die Gegend verteilt. Durch die lange (Leidens-) Geschichte des Abholzens und dem Abtransport grosser Holzbestände, sowie dem Einfall von Unkraut und Parasiten, Vernachlässigung und Vandalismus hat der verbleibende Regenwald weiter gelitten. Der Minnamurra Rainforest ist mit nur 400 Hektar eines dieser Regenwaldfragmente. Seinen Namen bekam der Minnamurra Rainforest vom gleichnamigen Fluss, der - unweit des heutigen Minnamurra Rainforest Centres - in einem wunderschönen Wasserfall über die Felsen rauscht. Minnamurra ist ein Aborigines Wort und bedeutet "viel Fisch". Die Aborigines, die in dieser Gegend vor Ankunft der Europäer lebten, gehörten der Wadi Wadi Gruppe an. Es wird angenommen, dass sie nicht im Regenwald gelebt haben, aber hierher kamen, um Fisch zu fangen und essbare oder medizinisch wertvolle Pflanzen zu sammeln.

Tödliches Schlangengift

Die Gegend um den Wasserfall ist bereits seit 1870 ein begehrter Picknickplatz und bereits Anfang dieses Jahrhunderts wurde ein Park eingerichtet, dem der Minnamurra Rainforest sein Überleben verdankt. Heute spielt der Minnamurra Rainforest eine bedeutende Rolle anbetrachts des immer fragiler werdenen Öko-Systems und dem dramatischen Zurückgang der Regenwälder. Die meisten der typischen Regenwald-Pflanzenarten des südlichen NSWs können in Minnamurra gefunden werden sowie alle Farnarten, die in NSW bekannt sind. Weil dieser Regenwald schon seit 100 Jahren geschützt ist, befinden sich hier wie sonst nirgends sehr alte und grosse Bäume, darunter auch sehr seltene Arten. Bei den Tierarten ist vor allem der Eastern Water Dragon, eine Eidechse, die bis zu einem Meter gross wird, zu nennen. Sie kann häufig im Park beobachtet werden, während sie sich auf einem Stein sonnt. Die Vogelwelt im Park ist zahlreich und vielseitig. Aber auch einige giftige Tierarten sind - wie überall in Australien - im Park vertreten, wie zum Beispiel die Funnel Web Spinne. Diese Spinne macht filterförmige Löcher in Bäume oder am Boden, die sie mit ihrem Netz auskleidet. Besucher werden aufgefordert, ihre Finger nicht in diese oder ähnlich aussehende Löcher zu stecken. Auch gibt es zwei Schlangenarten mit tödlichem Gift, die noch dazu relativ häufig sind: die Eastern Tigerschlange und die Common Death Adder. Possierlichere Tierchen sind der (seltene) Platypus(Gürteltier), der Echidna, Wombats und Sumpf-Wallabies. Um den schädlichen Einfluss der Besucher des Minnamurra Rainforests auf das Öko-Systems zu minimieren, wurde ein 1,6-Kilometer langer Wanderweg auf Planken durch den Regenwald gebaut. Ein 2,6 Kilometer langer Weg führt zum Wasserfall. Besucher sind aufgefordert, die ausgewiesenen Wege nicht zu verlassen. Tina Hartung


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Last updated 24 March 2015


Foto Tourism NSW: Australiens atemberaubende Gondel-Fahrt in den Blue Mountains

LEGENDE DER DREI SCHWESTERN

Die Legende der Drei Schwestern stammt aus der Zeit der Aborigines Traumzeit und ist in verschiedenen Versionen überliefert. Wir haben uns für die romantische Version entschieden:

Die drei schönen Schwestern Meenhi, Weemala und Gunnedo lebten mit ihrem Vater, dem Medizinmann des Katoomba Stammes, in den Blue Mountains. Die Schwestern verliebten sich in die schönen Brüder des benachbarten Nepean Stammes, aber eine Heirat zwischen verschiedenen Stämmen war nicht erlaubt. Die Brüder des Nepean Stammes waren tapfere Krieger und wollten die Damen im Kampf erobern. Um seine Töchter vor diesem Schicksal zu retten, verwandelte der Medizinmann die Töchter mithilfe eines Wunschknochens während des Kampfes zu Stein. Der Medizinmann wurde im Kampf getötet und der Wunschknochen ging verloren. Bis heute weiss niemand, wie die schönen Schwestern von ihrem Zauber befreit werden könnten.

Die örtliche Tourismusbehörde weisst jedoch darauf hin, dass sie nicht an der Auffindung des Wunschknochens interessiert ist, denn die Drei Schwestern locken jährlich 1,5 Millionen Besucher zum Echo Point nach Katoomba...T.H.

BLUE MOUNTAINS-INFO
Anreise: Auf dem Motorway 4, etwa 1,5 Stunden westlich von Sydney. Attraktionen: Die Drei Schwestern am Echo Point, sowie die SkyWay, der Sceniscender und Scenic Railway sind die Hauptattraktionen der Blue Mountains. Viele schöne Wanderwege von 2 bis zu 42 km, z.B. zu den Wentworth Falls oder Govetts Leap (von Blackheath aus). Unterkünfte: reichhaltige Auswahl für jedes Budget, Preise am Wochenende höher. Viele komfortable Gästehäuser oder versteckte Cottages umgeben von grandioser Natur.

Foto: Blowhole in Australiens Kiama

WARUM DAS BLOWHOLE BLÄST
Unter der felsigen Küste Kiamas haben Wind und Wellen in beständiger Arbeit eine tiefe Höhle geformt. Die Höhle ist länglich, horizontal und ungefähr auf Meereshöhe. Das eigentliche Blowhole(Foto o.r.) ist ein Loch, dass sich ebenfalls durch Wind und Wasserkraft vertikal durch den Fels bis in die Höhle gefressen hat. Das Loch hat nach oben einen Durchmesser von etwa 2,5 Metern, während es nach unten hin enger wird. Bei Flut, besonders starkem Wellengang und Ostwind wird jede Welle erst in die Höhle und dann durch das Loch nach oben gedrückt. Je stärker die Wucht, desto höher spritzt das Meer. Zu den besten Zeiten des Blowholes wurden Fontänen bis zu 30 Metern gemessen.

KIAMA-INFOS
Anreise: ca. 1,5 Stunden südlich von Sydney/NSW Attraktionen: tolle Badestrände und gemütliches Stadt-Flair, beide Blowholes sind einen Besuch wert, Minnamurra Rainforest lädt zu einem Spaziergang und Naturerlebnis ein, Jamberoo Recreational Park ist Spass für die ganze Familie Unterkunft: Mehrere ausgezeichnete Campingplätze in bester Lage nehmen müde Reisende - nicht nur zum Zelten - auf. Es gibt auch sogenannte "cabins" (Hütten oder Ferienwohnungen) mit unterschiedlich guter Ausstattung zu mieten. Aber auch Ferienappartements, Motels, B&Bs.

Foto: Australien-Ausflug in den Minnamurra-Regenwald