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TRAUMINSELN AUSTRALIENS (2)

Von Australien-Experte Gottfried Weller

Foto G. Weller: Fraser Island - Der See Lake McKenzie auf der größten Sandinsel der Welt und sein weißer "Puderzucker"- Sandstrand sind bei Touristen besonders beliebt

Inseln laden zum Träumen ein, sie wecken Sehnsüchte und regen die Phantasie an. Unzählige Inseln - kleine und große, bewohnte und unbewohnte - gehören zum Kontinent Australien, der selbst eine Insel ist. Fünf der interessantesten australischen Inseln stellen sich hier vor: Tasmanien, Kangaroo Island, Rottnest Island, Fraser Island und Norfolk Island.

Fraser Island

Sand, Sand, Sand: Fraser Island - größte Sandinsel der Welt (1.650 Quadratkilometer) und Heimat von reinrassigen Dingos, den australischen Wildhunden. Die lang gestreckte Insel, mit ihrer südlichen Spitze nur etwas mehr als tausend Meter vor Australiens Ostküste, ist Teil des Bundesstaates Queensland. Zum aufregenden Erlebnis wird die Erkundung von Fraser Island schon deshalb, weil sie höchste Anforderungen an jeden Autofahrer stellt. Nur Fahrzeuge mit Allradantrieb (4WD) sind zugelassen. Trotzdem bleiben immer wieder Autos im Sand stecken. Tipp: Eine der von versierten Fahrern geleiteten Touren buchen. Die "Hauptstraße" der Pazifik-Insel ist der Seventy Five Mile Beach entlang der Ostküste (er misst aber bloß 58 Meilen). Achtung: Der Strand dient auch als "Airport" für Kleinflugzeuge! Fraser Island hat nicht nur eine Menge Sand zu bieten, sondern auch üppige Wälder und mehr als 40 Seen. Der schönste ist Lake McKenzie mit kristallklarem Wasser und weißem "Puderzucker"-Sandstrand, ideal zum Schwimmen und Faulenzen. Dagegen sollte man auf das Schwimmen im Ozean wegen tückischer Strömung und Hai-Gefahr verzichten. Die Insel ist geschützt als Great Sandy National Park. Restaurants und Läden findet man bei den Beach Resorts (z.B. Kingfisher Bay und Eurong). Dingos kann man überall begegnen, zur Zeit leben hier schätzungsweise 150 dieser eigentlich scheuen Wildhunde. Doch durch falsches Verhalten von Touristen kam es in den vergangenen Jahren zu tragi-schen Zwischenfällen: Dingos haben mehrmals Menschen angegriffen und dabei sogar ein Kind getötet. Jetzt müssen strenge Vorschriften eingehalten werden, z.B. Dingos nicht füttern (Geldstrafe!) und genug Abstand wahren. Auf Fraser Island, das 1992 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde, wohnen ungefähr 60 Menschen. Ironie der Geschichte: Als der englische Kapitän James Cook 1770 dieses einzigartige Stückchen Erde sichtete, erkannte er nicht, dass es eine Insel ist.

Norfolk Island

Fernab vom "Rest" der Welt und deren Konflikten genießen die rund 2.200 Bewohner von Norfolk Island ein friedliches, stressfreies Leben. Sie müssen keine Einkommensteuer zahlen, Arbeitslosigkeit ist unbekannt, es gibt keine Hochhäuser und keine rauchenden Fabrik-Schornsteine. Aber es fehlen auch Straßenbeleuchtungen und öffentliche Verkehrsmittel. Nur ein Taxi steht zur Verfügung. In dieser erholsamen Abgeschiedenheit mit reiner Luft haben die frei umherlaufenden Kühe überall "Vorfahrt" ("Give way to cows") - sie sind ein Symbol der Insel. Die Bevölkerung lebt in Harmonie, jeder kennt jeden. Norfolk Island ist ein selbstverwaltetes Außenterritorium von Australien. Die 35 Quadratkilometer große, bergige Insel vulkanischen Ursprungs hat einen einzigen "richtigen" Ort - das Geschäftszentrum Burnt Pine in der Insel-Mitte, wo moderne Shops zollfreie Waren verkaufen. Als Regierungs- und Verwaltungssitz fungiert das hi-storische Kingston an der Südküste. Das beliebte Urlaubsziel im südwestlichen Pazifik liegt ca. 1.400 Kilometer von der australischen Ostküste entfernt. Den Besuchern steht - wie auch auf allen zuvor beschriebenen Inseln - ein umfangreiches Angebot an Unterkünften zur Verfügung (Camping ist aber auf Norfolk Island nicht möglich). Beim Wandern, mit organisierten Touren und per Mietwagen lernt man die Insel gut kennen. Die Landschaft wird geprägt von grünen Hügeln und Tälern, von Steilküsten, Buchten und den für diese subtropische Insel charakteristischen Kiefern (Norfolk Pines). Aber nicht zuletzt fasziniert das - auch als Freiluft-Museum bezeichnete - Eiland mit seiner dramatischen Vergangenheit: Es war Ende des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine berüchtigte Sträflingskolonie für britische Häftlinge. Seit 1856 leben hier die meisten Nachkommen der legendären Meuterer vom Segelschiff "Bounty". Der Seefahrer James Cook hatte 1774 die damals noch unbewohnte Insel entdeckt.

Foto G. Weller: Norfolk Island - Blick vom "Queen Elizabeth Lookout" auf den historischen Ort Kingston. Vorn, rechts: "The Old Military Barracks" - heute Sitz von Parlament und Gericht


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Last updated 15 October 2016


VERKEHRS-VERBINDUNGEN UND KLIMA

Tasmanien: Fähren ("Spirit of Tasmania") von Melbourne nach Devonport (Fahrzeiten 9 bis 11 Stunden). Flüge mit Qantas, Jetstar, Virgin Blue, Regional Express und Tiger Airways ab Melbourne, Sydney und anderen Städten nach Hobart, Launceston u.a.

Kangaroo Island: Fähren der "SeaLink" (Cape Jervis - Penneshaw / 45 Min.) und "KI Ferries" (Wirrina Cove - Kingscote/zwei Stunden). Kleinflugzeuge (Regional Express und Air South) Adelaide - Kingscote (30 Min.).

Rottnest Island: Fähren ab Fremantle (25 Min.), Hillarys Boat Harbour (45 Min.) und Perth (90 Min.). Kleinflugzeuge (Rottnest Air Taxi) ab Perth (15 Min.).

Fraser Island: Fähren (Barges/Lastkähne) = Inskip Point (nahe Rainbow Beach) - Hook Point (15 Min.), River Heads (nahe Hervey Bay) - Wanggoolba Creek (30 Min.), River Heads - Kingfisher Bay Resort (40 Min.), Urangan Boat Harbour (Hervey Bay) - Moon Point (60 Min.), Urangan Boat Harbour - Kingfisher Bay Resort (35 Min.). Kleinflugzeuge (Air Fraser Island) Hervey Bay - Fraser Island (20 Min.).

Norfolk Island: Flugzeuge (Norfolk Air) ab Sydney, Brisbane, Melbourne und Newcastle, mit Air New Zealand ab Auckland/Neuseeland.

Klima: Beste Reisezeiten für alle Inseln ist der Sommer (Dezember-Februar), aber auch Frühlingsende (November) und Herbstanfang (März) sind empfehlenswert.


Foto Tourism Australia: Trekking-Mekka Cradle Mountain auf Tasmanien