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QUEENSLAND: KUNST, KULTUR UND AUSTRALIENS GRÖSSTES RUM-FESTIVAL

Abwechslungsreiches Programm im Oktober

Die australische Stadt Bundaberg zeigt sich vom 7. bis 16. Oktober von ihrer „RUMmantischen“ und künstlerischen Seite. Im Mittelpunkt des Crush Festivals stehen neben der entspannten Kultur der Zuckerrohr-Region und der regionalen Kunst auch das berühmteste Produkt der Stadt: der Bundaberg Rum.

Kunst in Schubkarren, Sandskulpturen-Wettbewerb und Film-Fest

Kunstfreunde kommen beim 10-tägigen Crush Festival besonders auf ihre Kosten. Beim „Wheelbarrow Market“ präsentieren lokale Künstler ihre handgefertigten Kunstwerke in Schubkarren. Das „Crush Sand Sculpture“-Event bietet die Gelegenheit, sich einmal selbst als kreativer Sandskulpturen-Künstler zu versuchen. Australische sowie internationale Filme, Dokumentationen und Kurzfilme werden beim „Travelling Film Festival“ gezeigt.

Selbst Brennmeister sein bei Australiens größtem Rum-Festival


Höhepunkt des Crush Festivals ist das „Spirit of Bundaberg Festival“ am 15. Oktober. Beim größten Rum-Festival des Landes feiern die Besucher das bekannteste Erzeugnis der Bundaberg-Region – Kostenproben des geschmackvollen Zuckerrohr-Produktes und Band-Auftritte inklusive. Das Rum-Fest findet in der Bundaberg Rum Distilling Company statt, deren Besucherzentrum gerade für 5,6 Millionen Euro modernisiert worden ist. Touristen können sich für umgerechnet 18 Euro einer geführten Tour durch die Rum-Brennerei anschließen (Verkostung inklusive) oder ganz neu bei der „Museum Experience“ (12 Euro pro Person) in die 128-jährige Geschichte der Destillerie und Australiens beliebtestem Rum eintauchen. Ebenfalls neu ist „Blend Your Own Rum“: Hier wird man selbst zum Rum-Brenner und stellt sich seine ganz eigene Zuckerrohrschnaps-Mischung zusammen (166 Euro inklusive oben genannter Touren).

Neben dem Rum ist Bundaberg auch die Heimat des alkoholfreien Bundaberg Ginger Beers, welches hierzulande für den angesagten Cocktail Munich Mule verwendet wird. Die 75.000-Einwohner-Stadt liegt etwa viereinhalb Autostunden nördlich von Queenslands Hauptstadt Brisbane und gilt zudem als Ausgangspunkt für Ausflüge an das südliche Great Barrier Reef.

Mehr Einzelheiten zum Crush Festival unter www.crushfestivalqld.com.au, zum Bundaberg Rum unter www.bundabergrum.com.au.

Deutschsprachige Informationen zu Queensland unter www.queensland.com.

AUSTRALIEN: 10 UNENTDECKTE INSELN

Lohnende Ausflüge vor der Küste von Queensland

Great Keppel Island, in Australien vor der Küste von Queensland

Inseln wie Hamilton Island in den Whitsundays oder die weltgrößte Sandinsel Fraser Island sind unter Australien-Kennern bekannt. Doch im Sunshine State gibt es auch viele unbekannte Inselwelten, die einen Ausflug lohnen. Tourism and Events Queensland stellt 10 dieser „versteckten Paradiese“ vor, die Urlauber auf ihrer nächsten Australien-Reise mit einbauen sollten.

Neues Resort und Traumstrände auf Great Keppel Island
Great Keppel Island ist die größte der 18 Inseln der Keppel Islands-Inselgruppe, die mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 25 Grad Celsius lockt. Von James Cook 1770 nach Admiral Augustus Keppel benannt, gehört sie zum Great Barrier Reef Marine Park und ist nicht nur wegen ihrer 17 weißen Traumstrände und Buchten – insgesamt bietet die Insel 30 Kilometer lange Sandstrände – ein wahres Naturwunder. So findet sich hier die höchste Dichte an Korallen am Great Barrier Reef. Und auch die Artenvielfalt an Fischen ist einzigartig. Besucher können zudem die Buschlandschaft erwandern.

Seit Jahren gab es keine wirkliche Unterkunft auf der Insel – lediglich Backpacker und Individualtouristen verirrten sich nach Great Keppel Island. Ganz neu hat das Great Keppel Island Hideaway eröffnet, ein Hotel mit 35 Zimmern. Reef Rooms, einfachere Cabins, ein Selbstversorger-Ferienhaus und ein komplett ausgestatteter Campingplatz stehen zur Verfügung. Die Insel liegt etwa 15 Kilometer vor der Capricorn-Küste in Central Queensland und ist mit der Fähre in 30 Minuten ab Rosslyn Bay Harbour südlich von Yeppoon zu erreichen. Mehr Infos unter www.greatkeppelislandhideaway.com.au.

Double Island: Luxus-Insel vor Palm Cove jetzt auch individuell buchbar
Double Island liegt 20 Bootsminuten von Palm Cove entfernt und bietet nur 20 Zimmer. Zwischenzeitlich wurde die Insel nur an Promis und Reiche exklusiv vermietet, mittlerweile ist das einzige Resort der Insel auch individuell buchbar. Die Insel gilt als Honeymoon-Ziel. Die tropischen Gärten und die palmengesäumten Strände bieten dabei die ideale Kulisse. Besonderer Höhepunkt ist der 25 Meter lange Hotel-Pool. Im Preis sind sämtliche Aktivitäten inklusive. Weitere Einzelheiten unter www.doubleisland.com.au

Robinson Crusoe-Feeling auf Haggerstone Island
Es gibt sie noch, die verlassenen und traumhaften Inseln, auf denen wahre Robinson Crusoe-Stimmung aufkommt. Haggerstone Island ist so ein Ort. Wer absolute Ruhe sucht, muss 600 Kilometer nördlich von Cairns an die Spitze von Cape York reisen. Nur drei Bungalows, ein Strandhaus und ein Pavillon stehen hier. Langeweile braucht dennoch nicht aufzukommen, denn Urlauber können beim Speerfischen, Sandboarden, Tauchen, Schnorcheln und Muschelsammeln die kleine Privatinsel ganz einfach auf eigene Faust erkunden. Buchbar ist Haggerstone Island unter anderem über die Reiseveranstalter Art of Travel und Boomerang Reisen. Weitere Informationen unter www.queensland.com/HaggerstoneIsland

Neue Tages-Expedition auf die unbewohnten Frankland Islands
Auch die Frankland Islands, 45 Kilometer südöstlich von Cairns gelegen, werden mit Robinson Crusoe in Verbindung gebracht. Der Insel-Nationalpark besteht aus fünf unbewohnten Inseln (High, Normanby, Round, Mabel und Russell Island). Urlauber entdecken auf mehreren Wanderwegen die hügelige Landschaft – unter anderem gibt es Regenwald und Mangroven. Das farbenfrohe Great Barrier Reef mit seinen Mantarochen und Schildkröten kann direkt vom Strand aus beim Schnorcheln oder Tauchen erkundet werden. Die Frankland Islands gehören zum Besitz des Mandingalby Yindinji- und Gungandji Aboriginal-Stammes.

Frankland Islands Cruises hat eine neue Tages-Expedition ab Cairns aufgelegt. Im Preis von umgerechnet 107 Euro sind die Schnorchelausrüstung, ein Trip mit dem Glasboden-Boot und eine Tour im Mini-U-Boot, ein geführter Schnorchelgang mit einem Meeresbiologen, Nationalparkgebühren und Mittagessen inklusive. Buchbar sind die Touren unter anderem bei FTI und der Best of Travel Group. Weitere Informationen unter www.franklandislands.com.au.

Thursday Island: Festival der Kulturen im September
Die Inselgruppe der Torres Strait Islands liegt zwischen der nördlichen Spitze der Cape York-Halbinsel und Papua Neuguinea und besteht aus 274 kleinen Eilanden, wovon nur 17 bewohnt sind. Thursday Island und die benachbarte Horn Island – hier landen die Flüge aus Cairns – sind die bekanntesten unter ihnen. Die Ureinwohner der Torres Strait Islands unterscheiden sich sowohl in politischer, kultureller und historischer Hinsicht von den Aborigines am Festland. Die geographische Nähe bringt eher Ähnlichkeit zur Bevölkerung Papua Neuguineas.

Auf Thursday Island befindet sich das Gab Titui Cultural Centre, in dem das kulturelle Erbe der Inseln durch Ausstellungen und Kunsthandwerk vorgestellt wird. Alle zwei Jahre ist Thursday Island außerdem Schauplatz des „Multicultural Festival“, das in diesem Jahr am 18. September stattfindet. Höhepunkte sind eine Straßenparade sowie bunte Tanz- und Musikvorführungen der verschiedenen Stämme. Auf der Insel findet man Unterkünfte für jeden Geldbeutel. Weitere Details unter www.queensland.com/Torres-Strait

Schildkröten-Hospital auf Quoin Island
Oft hört man von Heron oder Wilson Island vor der Küste von Gladstone am südlichen Great Barrier Reef, aber nur wenige kennen Quoin Island. Hier können sowohl Tagesgäste als auch Urlauber des einzigen Insel-Resorts ein Schildkröten-Krankenhaus besuchen. Die Insel mit ihrer für Australien so typischen Flora und Fauna und den palmengesäumten Stränden ist in nur 15 Minuten vom Festland mit dem Boot zu erreichen. Mehr Infos unter www.queensland.com/Quoin-Island

Keswick Island: Eine „Schatz-Insel“ in den südlichen Whitsundays
In den südlichen Whitsundays direkt vor der Küste von Mackay liegt Keswick Island. Urlauber übernachten als Selbstversorger oder in gemütlichen Gästehäusern und erleben eine abwechslungsreiche Natur, die zum Spitznamen „Treasured Island“ beigetragen hat. Die bergige Insel ist beliebt für die Vogelbeobachtung, für ihren Regenwald und ihre vielen Bushwalks. Aber auch Unterwasser-Fans kommen beim Tauchen (es gibt sogar drei Schiffswracks), beim Schnorcheln und bei Riff-Spaziergängen auf ihre Kosten. Weitere Einzelheiten unter www.queensland.com/Keswick-Island.

Gefängnis-Insel St. Helena
Der St. Helena Island Nationalpark liegt rund 4 Kilometer vor der Mündung des Brisbane River auf der gleichnamigen Insel in der Moreton Bay. Die kleine Insel war das erste Gefängnis von Queensland. Im 19. Jahrhundert wurde Helena Island zunächst als Quarantänestation, seit 1867 insgesamt 67 Jahre lang als Gefängnis genutzt. Die Regierung von Queensland inhaftierte hier unter anderem zahlreiche Schafscherer. Der Schafscherer-Streik im Jahr 1891 gilt als eines der bedeutendsten Ereignisse der frühen Arbeitnehmerbewegung Australiens und dauerte vier Monate. Cat O’ Nine Tails Cruises bietet ab Brisbane/Manly geschichtliche Ausflüge sowie Night Ghost-Touren auf die Insel an. Mehr Informationen unter www.sthelenaisland.com.au.

Delfine füttern und Quad-Biken auf Moreton Island
Moreton Island ist die drittgrößte Sandinsel der Welt. Sie gilt als Geheimtipp für Abenteuer-Fans. Besonders beliebt sind Allradwagen- und Quad Bike-Ausflüge, die Besichtigung des Leuchtturms an der Nordspitze, Sandboarding auf den rund 40 Meter hohen Dünen und das Füttern frei lebender Delfine. Sowohl Tagesbesucher als auch Gäste des Tangalooma Island Resorts, dem einzigen Hotel auf der Insel, können zwischen mehreren Touren wählen. Das Hotel ist unter anderem bei Dertour im Programm, Tages-Trips ab Brisbane findet man im Katalog der Best of Travel Group. Individual-Urlauber erreichen Moreton Island mehrmals täglich mit der Fähre ab Brisbane. Weitere Details unter www.visitbrisbane.com.au/moreton-island

Eine Übersicht vieler weiterer Inseln in Queensland unter www.queensland.com/Islands. Allgemeine deutschsprachige Informationen zu Queensland unter www.queensland.com.

WORKING HOLIDAY AUSTRALIEN

Tipps und Tricks für die Reisekasse

Australien: Working Holidays im Hochland von Victoria

Knapp 200.000 Working Holiday Visas (WHV) wurden im vergangen Jahr für Australien ausgestellt, rund 25.000 allein an deutsche Reisende. Das Prinzip ist einfach: Das spezielle Visum erlaubt Ausländern zwischen 18 und 30 Jahren einen Aufenthalt von bis zu einem Jahr, in dem sie auch arbeiten dürfen. Wichtig zu wissen: Ab dem nächsten Jahr werden die WHV-Einkünfte in Australien besteuert. Damit die Urlaubskasse trotzdem stets gefüllt bleibt, wird die Jobsuche umso wichtiger für die Reiseplanung.

Beliebter Ausgangspunkt für Working Holiday Reisende ist Melbourne, mit gut vier Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Australiens. Wiederholt wurde die Metropole am Yarra River zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt, unter anderem auch wegen der vielen Events, die vor allem im australischen Sommer stattfinden. Hier eröffnen sich für WHV-Reisende zahlreiche Jobs. Insbesondere das Tennis Grand Slam Turnier Australian Open im Januar, der Formel 1 Grand Prix und das Internationale Comedy Festival im März bieten jedes Jahr etliche kurzfristige Verdienstmöglichkeiten.

Ebenfalls eine gute Anlaufstelle sind die unzähligen Hotels, Hostels, Bars und Restaurants der Stadt. Allein 4000 Restaurants sind es im Stadtzentrum. Die Arbeit als Kellner, Barista oder Barkeeper gehört zu den begehrtesten Möglichkeiten, das Reisebudget aufzubessern, da Trinkgelder steuerfrei bleiben. Doch Vorsicht: Trinkgelder sind in Australien nicht obligatorisch und werden nur bei herausragender Leistung vergeben. Zur Unterkunft bieten sich zum Beispiel die Stadtteile Fitzroy, Collingwood, Carlton oder Prahran an, die dank des größten Tramnetzes der Welt gut an die Innenstadt angebunden sind. Der Strandvorort St. Kilda mit seinen unzähligen Restaurants und Bars genießt vor allem bei Backpackern Kultstatus.

Die Registrierung in einer örtlichen Arbeitsagentur garantiert den Zugang zu den begehrten Stellen, weitere Quellen für die Suche sind zum Beispiel die Stellenangebote in der lokalen Zeitung Herald Sun sowie Online-Jobbörsen wie www.jobcapital.com.au, www.mycareer.com.au oder www.seek.com.au.

Außerhalb der Städte sind es vor allem Jobs in der Landwirtschaft, die Geld in die Reisekasse spülen. Nur wenige Kilometer außerhalb von Melbourne wartet zum Beispiel die Mornington Peninsula nicht nur mit goldgelben Badestränden, sondern auch mit vielen lokalen Produktionsbetrieben für Obst und Wein auf. Besonders in der Zeit zwischen November und Mai erfordert die Ernte eine Menge von Arbeitskräften. Auch nördlich von Melbourne, in der Weinregion Yarra Valley, ist der Bedarf an saisonalen Helfern bei der Weinlese in dieser Zeit groß. Rund ums Jahr werden in Mildura und Swan Hill in der Murray Region, im Norden von Victoria Erntehelfer benötigt. Die Hostels im Umkreis bieten eine preisgünstige Unterkunft und helfen sogar bei der Arbeitsvermittlung. Die Website jobsearch.gov.au/harvesttrail/ der australischen Regierung ist eine wichtige Anlaufstelle für Erntejobs  im ganzen Land.

Auch auf Phillip Island, für seine Pinguinparade und Surfstrände bekannt, bietet sich jungen Reisenden in der Sommersaison die Möglichkeit, ihr Taschengeld aufzubessern. Auf der Seite theislandaccommodation.com.au/jobs-on-phillip-island werden regelmäßig die Angebote aktualisiert. Des Weiteren gibt es auch entlang der Great Ocean Road einige Stellen in Gastronomie und Hotels.

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich auch das WWOOFfing– eine Abkürzung für „World Wide Opportunities on Organic Farms“. Gegen freie Kost und Logis können Gäste hier auf Öko-Bauernhöfen mitarbeiten. Bei dieser speziellen Form der Working Holidays besteht zudem die Möglichkeit einer Verlängerung des Visums um ein weiteres Jahr. Infos dazu auf wwoof.com.au.

Auch das Conservation Volunteer Programm setzt auf Freiwillige, die einen Beitrag zum Erhalt der einzigartigen Natur Australiens leisten wollen. So werden hier Jobs in Nationalparks, Tier- und Umweltschutzorganisationen vermittelt. Informationen zum Programm unter conservationvolunteers.com.au/  

Tourism Victoria stellt für junge Reisende die Website Backpack Melbourne bereit, die viele Tipps zum Thema Job- und Unterkunftsuche liefert. Bei der Planung eines Working Holiday Aufenthalts in Australien helfen auch spezialisierte Reiseveranstalter, wie zum Beispiel AIFS, Sprachcaffee Reisen, STA Travel, StepIn und TravelWorks.


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Last updated 24 September 2016


WESTAUSTRALIEN: AUGE IN AUGE MIT NEMO UND CO.

Die fünf schönsten Begegnungen mit Meeresbewohnern

Westaustralien: Walhaie werden bis zu 16 Meter lang

Westaustralien ist die Heimat für eine Vielzahl einmaliger Meerestiere. Wer die Korallenküste besucht, erlebt magische Momente mit den „Big Five“ der Ozeane.

Schwimmen mit Walhaien

Nur eine Handvoll Orte gibt es auf unserem Planeten, wo Reisende mit dem größten Fisch der Welt schwimmen können, dem Walhai. Einer dieser Orte ist das Ningaloo Reef, das seit 2011 stolz den Titel UNESCO Weltnaturerbe trägt. Zwischen März und Juli, zur Zeit der Korallenblüte, erleben Besucher vor der westaustralischen Küste eine Unterwasserbegegnung der ganz besonderen Art.

Auch wenn die Größe der Walhaie erst einmal einschüchtert – die riesigen Fische können bis zu 16 Meter lang werden und filtern bis zu 6.000 Liter Meerwasser pro Stunde durch ihre Kiemen – ist es völlig ungefährlich mit den sanften Riesen zu schwimmen. Nur mit Flossen, Maske und Schnorchel ausgerüstet, stehen die zweibeinigen Schwimmer für den Star des Riffs unter Wasser Spalier. Die riesige Schwanzflosse von rechts nach links schwingen zu sehen, während der Walhai im Wasser vorbeizieht, ist ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst. Forscher des Schutzprogramms ECOCEAN gehen davon aus, dass sich jedes Jahr etwa 1.300 Walhaie am Riff aufhalten. Identifiziert werden die Individuen anhand ihrer unverwechselbaren Fleckenmuster.

Während der Saison liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Teilnehmer einer Bootstour einen Walhai zu sehen bekommen, bei über 90% Prozent. Dies ist auch den sogenannten „Spotter Planes“ zu verdanken, Flugzeugen, die den Ausflugsschiffen die Position der Walhaie aus der Luft durchgeben. Und dennoch ist der Walhai-Tourismus am Ningaloo Reef sehr viel nachhaltiger als an anderen Orten auf der Welt. Es gibt strenge Regeln, wie viele Schwimmer gleichzeitig mit dem Fisch im Wasser sein dürfen und wie viel Abstand sie halten müssen. Touren starten ab Coral Bay und Exmouth und sollten unbedingt im Voraus reserviert werden.

Delfine hautnah

Monkey Mia gehört zu den wenigen Orten der Welt, an denen Begegnungen mit Delfinen so gut wie garantiert sind. Seit über 40 Jahren kommen die wilden Delfine (Große Tümmler), die hier leben und an Menschen gewöhnt sind, bis in das flache Wasser am Strand von Monkey Mia. Besucher können mehrmals täglich einer Fütterung beiwohnen, die von den Forschern vor Ort durchgeführt wird. Während die Gäste knietief im Wasser stehen, schwimmen die Delfine nur wenige Meter vom Ufer entfernt an ihnen vorbei. Die Delfine von Monkey Mia sind jedoch nicht nur eine beliebte Touristenattraktion, sondern vielmehr Gegenstand eines führenden, internationalen Forschungsprojekts, welches das Verständnis für diese faszinierenden Tiere verbessern soll.

Besucher und Forscher können die Delfinfamilien jeden Tag direkt vom Strand aus dabei beobachten wie sie jagen, spielen, ihr Territorium verteidigen und ihren Nachwuchs großziehen. Wenn die Delfine beim Jagen die Fische bis ins flache Wasser direkt am Ufer treiben, freuen sich darüber nicht nur die Besucher. Auch die Pelikane vor Ort warten geduldig, lassen die Delfine ihre Arbeit machen und stibitzen dann schnell den ein oder anderen Fisch.

Reisende, die schon immer davon geträumt haben, mit Delfinen zu schwimmen, kommen in Westaustralien ebenfalls auf ihre Kosten. Nur eine kurze Autofahrt südlich von Perth bieten Rockingham Wild Encounters und Bunbury’s Dolphin Discovery Touren an, bei denen Besucher Delfinen in freier Wildbahn im Wasser begegnen. Die Bootstouren finden in den geschützt gelegenen Gewässern des Shoalwater Marine Park (Rockingham) und der Koombana Bay (Bunbury) statt.

Sobald der Kapitän eine Gruppe Delfine in „Spiellaune“ entdeckt hat, heißt es „Schnell, ab ins Wasser!“ Schon zischen die Meeressäuger direkt neben und unter den Schwimmern vorbei und sehen sie neugierig an, so als wollten sie sagen „Was macht ihr denn hier?!“Auf dem Rückweg, noch ganz berauscht vom Erlebnis im Wasser, freuen sich die Teilnehmer dann über die Delfine, die dem Boot hinterherjagen und immer wieder aus dem Wasser springen.

Wale beobachten

Für Fans von Walen ist Westaustralien zwischen Mai und Dezember der „Place to Be“. Im australischen Winter verlässt eine der größten Buckelwal-Populationen der Welt das nahrungsreiche Südpolarmeer und macht sich auf den Weg nach Norden zu den Brutplätzen in den tropischen Gewässern der Kimberley-Region. An vielen Küstenabschnitten Westaustraliens kann man die Wale wunderbar vom Land aus beobachten. Wer den riesigen Meeressäugern näher kommen möchte, der kann an einer „Whale Watching Cruise“ teilnehmen, die je nach Jahreszeit ab Broome, Exmouth, Coral Bay, Denham, Kalbarri, Geraldton, Perth, Busselton, Dunsborough, August, Albany und Esperance angeboten werden.

Beeindruckend ist schon allein die Größe der Buckelwale, die bis zu 18 Meter lang und zig Tonnen schwer werden. „Humpies“, wie die Westaustralier sie liebevoll nennen, sind für ihr verspieltes Temperament bekannt. Sie nur 30 Meter vom Boot entfernt aus dem Wasser springen zu sehen und sie dabei zu beobachten, wie sie ihre Flossen auf die Wasseroberfläche klatschen lassen, ist ein unvergessliches Schauspiel. Am Ningaloo Reef, wo erwachsene Tiere und Jungtiere zwischen August und Oktober auf ihrem Rückweg in die Antarktis rasten, können Besucher im  Jahr 2016 erstmals auch mit Buckelwalen schwimmen. Ihnen Auge in Auge im Wasser zu begegnen, ist ein außergewöhnliches Erlebnis!

Dass gerade vor der Küste Westaustraliens Wale wieder so zahlreich sind, ist eine äußerst positive Nachricht. Walfänger hatten bis Mitte des 20. Jahrhunderts beinahe die gesamte Population ausgerottet; fast 95% des Walbestands war verschwunden. Seit die Jagd auf Buckelwale im Jahr 1963 gesetzlich verboten wurde, hat sich der Bestand erholt und jedes Jahr um etwa 10% zugenommen. Inzwischen hat die Population, die heute wieder etwa 30.000 Individuen zählt, fast wieder ihre ursprüngliche Größe erreicht.

Neben Buckelwalen können Besucher in Westaustralien auch Südliche Glattwale, Zwergwale und Blauwale beobachten. Wer Orcas aus nächster Nähe erleben möchte, der kann zwischen Januar und April an einer Bootstour zum Bremer Bay Canyon, einem marinen Hotspot vor der Küste von Albany teilnehmen. Hier wurden an einem Tag schon über 100 Schwertwale gesichtet, die Wahrscheinlichkeit, diese Tiere zu sehen, beträgt so gut wie 100%.

Westaustralien: Mit Manta-Rochen schwimmen.

Mit Mantarochen schnorcheln

Mantarochen sind das ganze Jahr über am Ningaloo Reef anzutreffen, besonders vielen Individuen begegnet man zwischen Mai und September. Der beste Ort, um diese eleganten Fische zu beobachten, ist Coral Bay, ein Schnorchler-Paradies etwa 150 Kilometer südwestlich von Exmouth. Touranbieter bringen Schnorchler zu einer „Putzstation“. Hier erhalten die Mantas eine Art „Spa-Anwendung“, nur dass sie nicht von Masseuren behandelt werden, sondern von einer Gruppe Putzerfische, die es kaum erwarten kann, sie von Parasiten, Bakterien und alten Schuppen zu befreien.

Mantarochen sind wenig scheu. Mit anmutiger Eleganz gleiten sie durchs Wasser – ihre Flossen, die eine Spannweite von 3-5 Metern erreichen, wirken fast wie Flügel, die sie schwerelos dahintragen. Wenn die Tiere nicht Loopings machen und neugierig um die Schwimmer kreisen, sondern es eilig haben, hat man keine Chance ihr Tempo zu halten – bis zu 40 km/h beträgt die Reisegeschwindigkeit der Mantas. Als zweibeiniger Schwimmer kommt man sich dagegen ziemlich schwerfällig vor. Und dennoch ist die Begegnung mit ihnen ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst, vor allem wenn man, wie am Ningaloo Reef häufig der Fall, von einem halben Dutzend Tieren gleichzeitig umkreist wird. Zwischen Juni und November kommen die Mantarochen auch bis nach Exmouth.

Meeresschildkröten

Für Besucher, die am Ningaloo Reef schnorcheln gehen, stehen die Chancen gut, einer Meeresschildkröte zu begegnen. Dies ist ohne Frage ein beeindruckendes Erlebnis, kann jedoch nicht mit einer Begegnung an Land mithalten.

Jedes Jahr im australischen Sommer machen sich grüne Meeresschildkröten und Karettschildkröten zur Eiablage auf den Weg ans Ningaloo Reef. Zwischen Dezember und Februar kommen die Weibchen nachts bei Flut an Land, graben im Sand ein Loch und legen ihre Eier darin ab. Sechs Wochen später kämpfen sich die frisch geschlüpften Babyschildkröten an die Oberfläche und machen sich hastig auf den Weg Richtung Wasser. Auf geführten nächtlichen Touren folgen Besucher im Schein der Taschenlampe den Spuren der Schildkröten. Sie können sowohl die Eiablage als auch später den Spurt der Kleinen zum Wasser aus nächster Nähe erleben, ohne dabei zu stören. Ausgangspunkt für die Touren ist das Jurabi Turtle Centre.

Weitere Informationen unter www.westernaustralia.com